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Die russischen Verluste im Ukraine-Krieg bleiben enorm - Druckversion

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Die russischen Verluste im Ukraine-Krieg bleiben enorm - Foren-Willi - 08.08.2026

Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte hat Russland seit Beginn des Krieges rund 1.456.610 Soldaten verloren. Allein in den vergangenen 24 Stunden sollen weitere 1.190 russische Soldaten getötet oder verwundet worden sein.
Auch westliche, unabhängige Analysen kommen zu dem Ergebnis, dass die russischen Verluste deutlich höher ausfallen als die ukrainischen. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) geht beispielsweise von einem Verlustverhältnis von mindestens 2:1 aus.
Natürlich sind solche Angaben nicht vollständig unabhängig überprüfbar und sollten daher mit einer gewissen Vorsicht betrachtet werden. Dennoch zeigen die verschiedenen Einschätzungen, dass Russland für seine militärischen Fortschritte einen sehr hohen Preis bezahlt.

Die entscheidende Frage ist deshalb: Wie lange kann Russland diese enormen personellen Verluste noch verkraften, ohne dass sich dies spürbar auf die Kampfkraft und die weitere Kriegsführung auswirkt?


RE: Die russischen Verluste im Ukraine-Krieg bleiben enorm - Eddy2004 - 08.08.2026

Barbarossa und der heutige Krieg – ein historischer Vergleich
Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion begann am 22. Juni 1941. Bis zur deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 dauerte der Krieg an der Ostfront knapp vier Jahre. Die Sowjetunion verlor im Zweiten Weltkrieg insgesamt rund 27 Millionen Menschen – Soldaten und Zivilisten.
Wenn man heute auf den Krieg gegen die Ukraine blickt, fällt eine erschreckende Parallele auf: Auch dieser Krieg dauert inzwischen seit Jahren an und fordert täglich Menschenleben. Russland verursacht dabei nicht nur hohe militärische Verluste, sondern immer wieder auch Tote und Verletzte unter der ukrainischen Zivilbevölkerung. Russische Raketen- und Drohnenangriffe treffen Wohngebiete, Energieanlagen und andere zivile Infrastruktur.
Gerade bei Angriffen auf zivile Ziele stellt sich deshalb immer wieder die Frage, ob es sich lediglich um „Kollateralschäden“ handelt oder ob die Zerstörung der Lebensgrundlagen der ukrainischen Bevölkerung teilweise bewusst als Mittel der Kriegsführung eingesetzt wird.
Eines sollte man aus der Geschichte gelernt haben: Die Zahl der Toten ist nicht nur eine Statistik. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch und eine Familie. Und je länger ein Krieg dauert, desto größer wird der Preis – für Soldaten ebenso wie für die Zivilbevölkerung.

Die Russen haben keine Lehren aus ihren Kriegen gezogen.

Der Afghanistan-Krieg war für die Sowjetunion bereits ein schwerer und langwieriger Krieg – die Dimension der russischen Verluste in der Ukraine ist jedoch auf eine völlig andere Größenordnung angewachsen.


RE: Die russischen Verluste im Ukraine-Krieg bleiben enorm - Crazycat - 09.08.2026

(08.08.2026, 08:27)Foren-Willi schrieb: Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte hat Russland seit Beginn des Krieges rund 1.456.610 Soldaten verloren. Allein in den vergangenen 24 Stunden sollen weitere 1.190 russische Soldaten getötet oder verwundet worden sein.
Auch westliche, unabhängige Analysen kommen zu dem Ergebnis, dass die russischen Verluste deutlich höher ausfallen als die ukrainischen. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) geht beispielsweise von einem Verlustverhältnis von mindestens 2:1 aus.
Natürlich sind solche Angaben nicht vollständig unabhängig überprüfbar und sollten daher mit einer gewissen Vorsicht betrachtet werden. Dennoch zeigen die verschiedenen Einschätzungen, dass Russland für seine militärischen Fortschritte einen sehr hohen Preis bezahlt.

Die entscheidende Frage ist deshalb: Wie lange kann Russland diese enormen personellen Verluste noch verkraften, ohne dass sich dies spürbar auf die Kampfkraft und die weitere Kriegsführung auswirkt?

Was mich an diesem Krieg besonders erstaunt, ist die vergleichsweise geringe öffentliche Reaktion in Russland auf die enormen eigenen Verluste.

Vielleicht liegt gerade darin einer der größten Unterschiede zwischen autoritären und demokratischen Gesellschaften: Nicht unbedingt darin, dass die Menschen weniger um ihre Angehörigen trauern, sondern darin,